Digital durch die Pandemie

Auch bei der sdw hat die Corona-Pandemie im letzten Jahr den Arbeitsalltag bestimmt und alles auf den Kopf gestellt. Fast alle unsere Tätigkeitsbereiche mussten verändert oder komplett neu gedacht werden. Für die Stiftung war damit vor allem ein großer Digitalisierungsschub verbunden.

Flexibilität und Einsatz als Mittel gegen die Krise

Zusammenhalt, Empathie und Gemeinsinn waren in den letzten Monaten gefragt wie nie. Das große sdw-Netzwerk hat sich auf ganz unterschiedliche Weise engagiert, um die Pandemie zu meistern. Flexibilität wurde von allen verlangt, damit gemeinsame Ziele weiterhin erreicht werden können. Es waren herausfordernde Monate, aber sie waren auch immer von Erfolgen, positiven Überraschungen und guten Nachrichten geprägt. In sehr kurzer Zeit konnten die Beteiligten viel lernen und Neues ausprobieren. Davon werden wir auch nach dem Ende der Pandemie weiter profitieren können. Das gilt vor allem für die digitalen Methoden, Angebote und Tools, die wir in den letzten Monaten entwickelt, erprobt und umgesetzt haben. Das gilt aber auch für den großen persönlichen Einsatz, den wir so oft erfahren und der die sdw-Gemeinschaft weiterhin stärken wird.

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Zu Beginn der Pandemie wendete sich Generalsekretär Dr. Arndt Schnöring mit einem Video an das sdw-Netzwerk und dankte vor allem für die gemeinsame Kraftanstrengung.

Mit den Geförderten in Kontakt bleiben

Anfang 2020 hatten wir nur wenig Vorstellung davon, wie viele Veranstaltungen sich notfalls auch online durchführen lassen und wie man mit viel Engagement die Förderprogramme aufrechterhalten kann. Kongresse, Workshops, Absolvierendenfeiern, Weiterbildung von Ehrenamtlichen, aber auch individuelles Coaching, Spaßtreffen oder die Weihnachtsfeier - alles digital. Doch natürlich fehlten die persönlichen Begegnungen! Mit vielen kreativen Ideen haben wir versucht, das aufzufangen.

Überraschungen per Post

Im Studienförderwerk Klaus Murmann war es leider nicht möglich, die neuen Stipendiatinnen und Stipendiaten persönlich in der Förderung zu begrüßen. Mit den OrientierungsWochenOnline - kurz OWO - hat das Team einen gelungenen Ersatz organisiert und die Geförderten im Vorfeld mit kleinen Überraschungspaketen per Post auf ihre Zeit in der sdw eingestimmt!

Digitale Grüße an die Geförderten

Das Studienkompass-Team vermisst seine Teilnehmerinnen und Teilnehmer! In einer kleinen Videobotschaft aus dem Homeoffice schickte das gesamte Team herzliche Grüße und betonte eines ganz deutlich: Wir denken an euch und versuchen alles, um euch auch digital zu unterstützen!

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Das sdw-Studio

Für Workshops und große Online-Veranstaltungen wurde extra ein Studio geschaffen, von dem das Kollegium die Veranstaltungen digital leiten konnte.

Digitalisierung der Auswahlverfahren

Schnell war klar, dass die Auswahl der Geförderten unter Pandemiebedingungen komplett umgestellt werden musste. Persönliche Gespräche oder Auswahltests vor Ort waren nicht mehr möglich. Auch hier haben wir neue Möglichkeiten gefunden. So wurde beispielsweise ab März die zweite Runde der Studienkompass-Auswahl nicht mehr an den Standorten, sondern mit einem Online-Test durchgeführt. Im Vorfeld erhielten die Bewerberinnen und Bewerber ein Video, in dem das Prozedere erklärt wurde. Während des Auswahltests standen ihnen Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner im Chat zu Verfügung. Das Fazit war sowohl seitens des Studienkompass als auch seitens der Bewerberinnen und Bewerber durchweg positiv, sodass diese Form der Auswahl auch 2021 wieder durchgeführt wird.

Auch im Studienförderwerk Klaus Murmann gab es große Umstellungen. Es wurde auf ein komplett digitales dreistufiges Verfahren gesetzt. Die erste Stufe erfolgte wie in den Jahren zuvor über das Online-Bewerbungsportal. Die Unterlagen wurden den Jurorinnen und Juroren anschließend digital zur Verfügung gestellt und die Gespräche fanden über Videokonferenzen statt.

Tatjana Linke, aim Akademie

Ingo Kramer, Stiftung der Deutschen Wirtschaft (sdw)

Virtuelle Glückwünsche und Grüße unserer Partner

Es ist eine schöne sdw-Tradition, die im letzten Jahr kaum möglich war: die persönliche Begrüßung und Verabschiedung der Geförderten durch unsere Partner. Viele Hände werden in normalen Zeiten geschüttelt, Urkunden übergeben, Ausblicke gewagt oder Erinnerungen aufgefrischt. Die feierlichen Veranstaltungen, die Auftakt und Ende der Förderung markieren, sind fester Bestandteil der verschiedenen Programme. Auch für sie mussten digitale Ersatzveranstaltungen auf die Beine gestellt werden.

Wir sind sehr dankbar, dass sich unsere Partner auch auf diese Formate eingelassen haben, oft live dabei waren oder Videogrüße geschickt haben.

Neben den guten Wünschen für Geförderte und Alumni hatten sie vor allem eine Botschaft dabei: "Wir freuen uns sehr darauf, Sie bald auch wieder persönlich kennenlernen zu dürfen!"

Prof. Dr. Nikolaus Risch, Heinz Nixdorf Stiftung

Dr. Kristina Hasenpflug, Deutsche Bank Stiftung

#sdwgemeinsam - Vom Spreeufer ins Homeoffice

Für die fast 90 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der sdw hieß es im März mit dem ersten Lockdown "umschalten auf Mobile Office". Größtenteils wird seit über einem Jahr hauptsächlich von zu Hause aus gearbeitet. Dank einer tollen Leistung der IT-Abteilung waren die technischen Voraussetzungen schnell umgesetzt und Videokonferenzen und Co. bestimmen seitdem den Arbeitsalltag. Digitale Gesamtstiftungsrunden und ein virtueller Betriebsausflug waren Anlässe, auch mal wieder alle Kolleginnen und Kollegen über die Abteilungen hinweg zu sehen und den Austausch zu ermöglichen. Mit dem neu etablierten Mailing #sdwgemeinsam stärken wir die interne Kommunikation und halten uns gegenseitig über aktuelle Projekte und Entwicklungen auf dem Laufenden.

Wir sind stolz, mit wie viel Engagement alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dazu beigetragen haben, alle Förderprogramme aufrecht zu erhalten und die Stiftungsarbeit in großem Umfang auch unter den neuen Umständen fortzusetzen!

Engagement unserer Geförderten und Alumni in Corona-Zeiten

Zahlreiche Alumni und Geförderte haben sich aktiv eingebracht und Hilfe und Lösungen für den Pandemie-Alltag entwickelt. So hat beispielsweise der sdw Alumni e. V. einen Fördertopf eingerichtet, der Aktivitäten und Ideen aktueller und ehemaliger Stipendiatinnen und Stipendiaten unterstützt, die unter dem Hashtag #flattenthecurve dazu beitragen, die Verbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. Verschiedene Teams haben am #WirVsVirus-Hackathon der Bundesregierung teilgenommen und u. a. - so wie die Start-ups PsyCurio oder Dare2Care - Hilfen entwickelt, um mit den psychologische Belastungen der Pandemie umzugehen.

Musikalischer Spendenaufruf

Studienförderwerks-Stipendiat Max und Alumnus Oliver haben mit ihrer Band ContraBass einen Song eingespielt, mit dem sie Spenden für Geflüchtete auf den griechischen Inseln sammeln, die weiterhin dringend Unterstützung benötigen. Auch in Corona-Zeiten möchten sie dazu beitragen, diese Menschen nicht zu vergessen.

Studentische Nachbarschaftshilfe

Studienkompass-Alumna Salimato gründete zusammen mit anderen Studierenden in Görlitz eine Nachbarschaftsinitiative. Regelmäßig kaufen sie für andere ein oder helfen Familien beim Homeschooling und der Kinderbetreuung. „Ich hatte die Zeit während des Lockdowns. Also war mir klar, dass ich dort mit anpacken möchte, wo ich etwas tun konnte.“

Generationsübergreifender Austausch

Die Regionalgruppe Würzburg des Studienförderwerks hat die Aktion Briefwechsel ins Leben gerufen. Sie vermitteln Brieffreundschaften an Bewohnerinnen und Bewohner in Senioren- und Pflegeheimen und sorgen so für mehr soziale Nähe. Ihre Mission: Mit persönlichen Briefen, gefüllt mit Geschichten, Witzen und Leben, gegen die Einsamkeit vorgehen!