Alumni der sdw

Weit mehr als 12.000 Talente haben unsere Programme bereits erfolgreich durchlaufen. Viele von ihnen bleiben der sdw auch nach der Förderung eng verbunden – um etwas von dem, was sie erhalten haben, an andere weitergeben zu können.

Der sdw Alumni e. V. zählt mittlerweile über 2.500 Mitglieder. Der ASk e. V., in dem sich ehemalige Studienkompass-Teilnehmende organisieren, wächst ebenfalls kontinuierlich, aktuell auf über 200 Mitglieder. Jährlich finden zahlreiche Workshops, Netzwerktreffen und gemeinsame Aktionen der Alumni statt – innerhalb der Vereine und darüber hinaus.

Zeig, was du kannst!

„Am Anfang war ich wirklich sehr schüchtern und konnte nicht so gut im Team arbeiten, aber jetzt bin ich viel selbstbewusster geworden und bin stolz auf mich. Und danke Zeig, was du kannst! und Trainer Chan“, berichtet die 19-jährige Viyan. Sie hat nach den Sommerferien 2020 eine Ausbildung zur Zahnarzthelferin angefangen. Viele ihrer Mitstreiterinnen und Mitstreiter aus der Kiel-Gruppe von Zeig, was du kannst! haben es ihr gleich getan und machen jetzt eine Berufsausbildung. Einige Jugendliche haben sich für eine weiterführende Schule entschieden und andere für ein Freiwilliges Soziales Jahr. Zeig, was du kannst! begleitet Hauptschülerinnen und Hauptschüler in den letzten zwei Schuljahren sowie ein Jahr danach mit Coachings und Workshops. Der Übergang von der Schule zur nächsten Stufe soll dadurch erleichtert werden.

Studienkompass

Kenneth ist ehemaliger Teilnehmer und aktueller Mentor unseres Programms Studienkompass. Der 26-Jährige arbeitet mittlerweile im gehobenen Dienst der Polizei.

„Ich habe viel mitgenommen und ich bin davon überzeugt, dass ich nicht dort wäre, wo ich jetzt bin, wenn ich nicht beim Studienkompass gewesen wäre. Man sieht, welche Möglichkeiten man im Leben hat. Ich habe dort viele Geschichten gehört, die nicht aus dem Bilderbuch waren, auch von Leuten, die es schwer hatten. Und es gab viele direkte Informationen in den Workshops und durch die Mentorinnen und Mentoren, das hat geholfen. Das Größte, das ich aber bekommen habe, war das Netzwerk, das ich im Studienkompass aufgebaut habe. Ich habe richtig viele Kontakte mitgenommen und gelernt, dass es immer einen gibt, der unterstützen kann – und das gebe ich jetzt als Mentor auch gerne zurück", erzählt Kenneth rückblickend.

Preis für Dissertation

Unsere ehemalige Promotionsstipendiatin Vanessa Wergin erhielt für ihre Dissertation den Kulturpreis des Bayernwerks. Sie promovierte über "Persönlichkeit und Emotionen beim kollektiven Teameinbruch von Sportmannschaften".

Ausgezeichnet

Sensationell viele Auszeichnungen eines renommierten Wirtschaftsmagazins: Unter den aktuellen Preisträgerinnen und Preisträgern bei Capital ("40under40") sind gleich fünf sdw-Alumni und sdw-Stipendiatinnen und -Stipendiaten!

Forschungsstark

Einer der forschungsstärksten Betriebswirte unter 40: Über diese Auszeichnung der WirtschaftsWoche darf sich unser Alumnus Dr. Ali Gümüsay freuen. Er ist Forschungsgruppenleiter für Innovation, Entrepreneurship & Gesellschaft am Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft (HIIG).

Engagierte Alumni, Stipendiatinnen und Stipendiaten

Sich zu engagieren und aktiv Verantwortung in der Gesellschaft zu übernehmen ist sowohl den Alumni als auch den Geförderten der sdw ein besonderes Anliegen. In dieser Ehrenamtskultur der sdw gehen die Geförderten und Alumni oft einem selbstständigen und sehr vielfältigen Engagement nach, welches in der sdw sehr begrüßt wird. In der Kampagne #sdwerte wurden einige dieser beeindruckenden freiwilligen Tätigkeiten aus dem gesamten sdw-Netzwerk porträtiert. An dieser Stelle zeigen wir daher ausgewählte Beispiele.

Für mehr Klima-Mitbestimmung

Schon im BWL-Bachelorstudium beschäftigte sich Alumnus Marcus Aghte mit dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) und studierte im Master Environmental Governance an der Universität Freiburg. Der ehemalige Stipendiat des Studienförderwerks Klaus Murmann ist nun in der Initiative "Klima-Mitbestimmung JETZT" aktiv und fordert mehr Klima-Mitbestimmung.

Was ist das Ziel von "Klima-Mitbestimmung JETZT"?

Marcus: "Deutschland braucht mehr Demokratie und Mitbestimmung bei der Klimapolitik. Daher arbeiten wir auf die Einberufung eines losbasierten und repräsentativen Bürgerrats zur Klimapolitik in Deutschland hin. Dies wollen wir durch eine Millionen Unterschriften für unsere Petition beim Bundestag sowie durch ein breites gesellschaftliches Bündnis aus Politik, Unternehmen, Gewerkschaften, Stiftungen, Kirchen und Vereinen erreichen."

Worüber soll ein Bürgerrat mitbestimmen?

Marcus: "Eine Gruppe von ca. 100-150 zufällig ausgewählten Menschen, die die Vielfalt unserer Gesellschaft widerspiegeln, trifft sich über mehrere Wochenenden, um dazu Handlungsempfehlungen für die Politik zu entwickeln."

Gibt es anderswo positive Beispiele, auf die ihr euch beruft?

Marcus: "In vielen Ländern wurden die innovativen Bürgerräte bereits mit großem Erfolg ausprobiert, u. a. auch zur Klimapolitik wie in Frankreich und England. Gespräche auf Augenhöhe zwischen Menschen, die sich sonst nie begegnet wären; eine detaillierte Betrachtung des zu behandelnden Themas – das unterscheidet Bürgerräte stark von direktdemokratischen Elementen."

Lisas Wunsch nach Gleichbehandlung aller Menschen

Studienkolleg-Alumna Lisa lehrt an der Pädagogischen Hochschule Freiburg unter anderem zu Themen wie Diversität und Antirassismus.

Das Skateboard und das blinde kurdische Mädchen

Nikita ist Coach bei Start Your Digital Future Lab und hilft jungen Geflüchteten ehrenamtlich dabei, in Deutschland anzukommen.

Julia und die Münchner Initiative „Catcalls“

Als Mitinitiatorin des Instagram-Accounts catcallsofmuc setzt Studienkompass-Stipendiatin Julia ein Zeichen gegen Belästigungen.

Ehrenamtliches Engagement in der sdw

Rund 1.000 Ehrenamtliche unterstützen die Gemeinschaftsinitiative sdw – ohne sie wären viele Aspekte der Förderung so nicht möglich. Wir sind jeder und jedem einzelnen von ihnen unglaublich dankbar und stellen – stellvertretend für alle anderen – an dieser Stelle Beispiele für ehrenamtliches Engagement in der sdw vor.

Ein offenes Ohr für die Stipendiatinnen und Stipendiaten

Prof. Dr. Karim Fereidooni ist Juniorprofessor für Didaktik der sozialwissenschaftlichen Bildung an der Ruhr-Universität Bochum. Seine Arbeitsschwerpunkte sind: Rassismuskritik in pädagogischen Institutionen, Schulforschung und Politische Bildung in der Migrationsgesellschaft und Diversitätssensible Lehrkräftebildung. Sein Wissen und seine Erfahrung gibt er als Vertrauensdozent im Studienförderwerk Kaus Murmann an die Stipendiatinnen und Stipendiaten der Regionalgruppe Köln weiter. Vor allem Bildungsthemen sind ihm wichtig. So setzt er sich bewusst und öffentlich gegen institutionellen Rassismus im deutschen Bildungssystem ein. Als Studienkolleg-Alumnus ist er mit der sdw schon eine längere Zeit verbunden und ist auch ein engagiertes Mitglied des sdw Alumni e.V.

Mit dem eigenen Unternehmen in den Förderverein

Thomas Regier ist Co-Founder und Co-CEO von DataGuard. Er leitet das 2017 gegründete Software-as-a-Service (SaaS) Startup mit über 150 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an Standorten in München, Berlin und London. Thomas Regier studierte als Stipendiat des Studienförderwerks Klaus Murmann Wirtschafts- und Politikwissenschaften an der Harvard University, der University of Cambridge, der Universität St. Gallen und der Columbia University – und ist nun Mitglied im Förderverein.

DataGuard hilft mit seinen „Privacy-as-a-Service“ und „InfoSec-as-a-Service“ Lösungen über 1.500 Geschäftskunden dabei, die Themen Datenschutz und IT Security zu operationalisieren. In dem interdisziplinären Team aus Informatikerinnen und Informatikern, Juristinnen und Juristen, Wirtschaftswissenschaftlerinnen und Wirtschaftswissenschaftlern und vielen anderen Fachrichtungen befinden sich auch etliche sdw Alumni. Das Team verbindet dabei der Antrieb, einen großen Impact zu haben und die Unternehmensvision voranzutreiben: „Protect the people behind the data“, also die Menschen hinter den Daten zu schützen.

Kaum ein Unternehmen kommt heutzutage ohne Digitalisierung und die Verarbeitung von personenbezogenen Daten aus. Datenschutz und IT Sicherheit sind dementsprechend unvermeidbare Kernthemen für kleine und große Unternehmen geworden. Thomas und das gesamte DataGuard-Team möchten Tausende Unternehmen in Europa und darüber hinaus mit ihrer SaaS-Lösung unterstützen, diesen Wandel zu meistern – und möchten für diese gemeinsame Reise natürlich auch weitere ambitionierte Mitstreiterinnen und Mitstreiter aus der sdw gewinnen.

Als Coach beim Think Lab Ideathon

Mit ihrer Expertise zu Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft hat unsere Alumna Marianne Kuhlmann ehrenamtlich als Coach beim Think Lab Ideathon 2020 mitgewirkt. Digital und engagiert unterstützte die Unternehmensberaterin die Teams bei der Ausarbeitung von Projektideen. „Besonders war für mich wieder zu erleben, mit wie viel Kreativität, Gestaltungfreude und Ehrgeiz die Teilnehmenden an ihren Lösungen gearbeitet haben (und weiterhin arbeiten). Es macht Spaß, Teams zu unterstützen, die sich aktiv damit beschäftigen, positive Veränderung in unserer Gesellschaft zu erzeugen und dafür ihre Zeit und Energie investieren. Das ist dieses schöne Gefühl im Think Lab, dass wir alle an der Verwirklichung einer gemeinsamen Vision arbeiten", so Marianne, die Mitgründerin des Netzwerks Circularity ist. Dort bringt sie Fachkräfte zusammen und setzt sich für einen interdisziplinären Dialog zum Thema Kreislaufwirtschaft ein – ein Projekt, das auch einmal seinen Anfang im Think Lab nahm.

Bestärken und Rat geben im Studienkompass

Sie begleiten Jugendliche auf ihrem Bildungsweg, organisieren Regionaltreffen und haben stets ein offenes Ohr für die Geförderten: Die ehrenamtlichen Mentorinnen und Mentoren im Programm Studienkompass bilden einen zentralen Baustein des Förderprogramms.

Einige von ihnen engagieren sich schon seit mehreren Jahren, während andere bereits als Teilnehmende den Studienkompass durchlaufen haben und mit ihrem Engagement etwas zurückgeben möchten. Wir bedanken uns herzlich für die Zeit und die Leidenschaft, die unsere Mentorinnen und Mentoren in den Studienkompass stecken!

Ein herzliches Dankeschön kam aus der Politik. Für die jährliche Mentoring-Schulung im Studienkompass sandte die ehemalige Bundesfamilienministern Franziska Giffey eine Videobotschaft an die Engagierten.

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Mentoring in den Zeiten der Pandemie ist nicht immer ganz einfach. Denn das Konzept beruht auf Nähe zu den Teilnehmenden, Treffen vor Ort und direktem Austausch. Wie der Studienkompass diese Herausforderung gemeistert hat, erzählen zwei Kolleginnen im Interview mit „D3 – so geht digital“.

Die sdw sagt für das vielseitige und so wertvolle Engagement DANKE. Denn diese ehrenamtliche Arbeit ist so wichtig für uns und unsere Geförderten.